Weil Kinder unsere Zukunft sind - klein einsteigen und groß rauskommen!Situation von Eltern heute Durch veränderte elterliche Lebenswelten befindet sich die Kleinstkinderziehung im Umbruch. Es ist das Ziel vieler junger Paare, Berufstätigkeit und Familiengründung unter einen Hut zu bringen. Die Frauen sind zunehmend gut ausgebildet und nehmen qualitativ anspruchsvolle Arbeitsplätze ein, die zum Teil keine drei Jahre Familienpause erlauben. Eine Mitbetreuung der Kleinstkinder durch Familienmitglieder wird immer seltener möglich, da viele Großeltern bei der Geburt der Enkel selbst noch voll im Berufsleben stehen. Die Erzieherin als neue Bezugsperson Beim Start einer Betreuung außer Haus kommt es zu bedeutsamen Trennungserfahrungen. Gelingt es der Erzieherin in einer durch vertraute und neue Bezugspersonen gemeinsam abgesicherten Eingewöhnung, eine Bindung zum Kind aufzubauen, dann kann die vorübergehende Trennung von der Hauptbezugsperson akzeptiert werden, ohne Stress und Trauer. Die Eingewöhnung Ein- oder Zweijährige, die in außerfamiliäre Betreuung kommen, müssen sich von ihren bisheriigen Bezugspersonen zeitweilig trennen können und eine neue Beziehung zu einer bislang unbekannten Bezugsperson zulassen. Dies ist eine wichtige und für die Kinder äußerst anspruchsvolle Entwicklungsaufgabe. Nach einer gelungenen Eingewöhnung hat ein Kind etwas ganz Wichtiges gelernt: "Meine Mutter und ich können uns beruhigt voneinander verabschieden. Sie hat mir gezeigt, dass ich hier bedenkenlos bleiben kann und meine Erzieherin auf mich aufpasst. Ich bin gut versorgt und außerdem wartet ein toller Spielmorgen auf mich. Meine Mama kommt wieder, holt mich ab und wir gehen gemeinsam nach Hause!" Daher gewöhnen wir elternbegleitet, bezugspersonen- orientiert und abschiedsbewusst die Kinder ein. Während der Eingewöhnung macht nur die Erzieherin Spielangebote an das Kind, die Mutter nicht. Die Mutter darf vom Kind jederzeit aufgesucht werden, jedoch sollte sie keine Spielinitiative unternehmen. Bezugspersonenorientiert eingewöhnen bedeutet also, dass jedes "neue" Kind einer festen Bezugserzieherin zugeordnet wird, damit sich zwischen beiden eine tragfähige Beziehung entwickeln kann. Abschiedsbewusst bedeutet: es muss einen klaren Abschied geben, zu dem bald das verinnerlichte Vertrauen auf die Rückkehr der Mutter gehört. Ein klarer Abschied lässt Strukturen erkennen und gibt stabilisierende Orientierung. Was erleichtert die Eingewöhnung? Der Start sollte nie zeitgleich mit dem Wiedereinstieg der Mutter ins Berufsleben stattfinden, da sonst die Eingewöhnung unter Zeitdruck stattfindet. Kuscheltiere und Schnuller sind zugelassen und für den Einstieg dringend notwendig. Trennungsschmerz kann nicht "abdressiert" werden. Jedes Kind sollte möglichst bald erfahren, dass es außer Haus weinen darf, wenn ihm danach ist und dass es dort Erwachsene wie auch Kinder gibt, die es trösten und ihm helfen, damit es ihm wieder besser geht. Auch für spätere Ganztagskinder ist ein Halbtagesstart wesentlich einfacher. Es sollte mit einer stundenweisen Teilnahme während des Freispiels gestartet werden, dann das Mittagessen und erst dann der Mittagsschlaf in der Einrichtung hinzukommen. Weniger Stunden am Tag verringern den Anpassungsstress, dem Kleinstkinder ausgesetzt sind; jeden Tag zu kommen erhöht die Vertrautheit mit der neuen Bezugsperson und den Kindern. Etwa 1 Std. Anfangsaufenthalt hat sich für das Kleinstkind bewährt. Das Verhalten des Kindes bestimmt den Zeitpunkt des ersten Trennungsversuchs. Nach einem klaren Abschied vom Kind mit der Zusicherung nur kurz wegzugehen und bald zurückzukommen, verlässt die Mutter für max. 10 Minuten den Raum. Danach kann die Trennungszeit langsam gesteigert werden. Ein wichtiger Punkt: Wenn die Mutter zurückkommt, ist die Kindergartenzeit für diesen Tag beendet. Eingewöhnungszeit - eine kurze Übersicht: 1. Woche: 1 Std. während des Freispiels 2. Woche: 1-2 Std. während des Freispiels 3. Woche: 3-5 Std. v. 9.00 - 14.00 Uhr (incl.Mittagessen) 4. Woche: 6 Std. v. 9.00 - 15.00 Uhr (incl. Mittagsschlaf) Nach 8 Wochen erfolgt ein Eingewöhnungsgespräch mit den Eltern. Machen Sie sich ein Bild von uns! Kleinkind - ABC Abschied Ach, ich weiß ja, dass Dir der Abschied genauso schwer fällt wie mir. Trotzdem müssen wir uns trennen da du zu deiner Arbeit gehst und ich zu meinen Freunden. Deshalb sag mir schnell tschüss, gib mir einen dicken Kuß und hole mich nach der Arbeit ganz schnell ab. Rollen mir trotzdem ein paar Tränen über das Gesicht, dann setz ich mich bei meiner Erzieherin auf den Schoß und lasse mich trösten. Hast du an deinem Arbeitsplatz ein komisches Gefühl, dann rufe doch einfach an (06188/6500) und frage wie es mir geht. Abholen Obwohl es mir hier richtig gut geht, freue ich mich darauf , dass ich wieder pünktlich abgeholt werde. So komme ich jeden Tag wieder gerne hierher. Anrufen Komm ich mal nicht in die Tagesstätte, ist es wichtig, dass meine Erzieherin davon Bescheid weiß. Briefkasten Jedes Kind hat einen Briefkasten in dem sich wichtige Elterninfos befinden. Deshalb sollen sie regelmäßig geleert werden. Dienstbesprechung Hier besprechen alle Erzieherinnen jedenMontag von 17:00 Uhr bis 18.30 Uhr pädagogische Ziele, Fallbesprechungen und andere organisatorische Sachen. Elternabende Wird es sicherlich einige geben. Es wäre toll, wenn du dir dafür Zeit nehmen kannst, denn dort erfährst du ganz wichtige Dinge für meine Entwicklung. Elternbeirat Der Elternbeirat wird einmal jährlich gewählt und ist die Elternvertretung und das wichtigste Bindeglied zwischen Eltern, Team und Träger. Elterngespräche Da ihr morgens nicht immer soviel Zeit habt, sollt ihr mindestens einmal im Jahr zu einem Elterngespräch kommen. Hier erfahrt ihr wie ich mich entwickelt habe und könnt alles fragen. Fotos Um meine Entwicklung zu dokumentieren macht die Erzieherin so oft es geht Fotos von mir. Natürlich könnt ihr die Bilder auch nachbestellen. Geburtstag Da ich mich jedes Jahr auf meinen Geburtstag freue, soll dieser Tag ein ganz besonderes Ereignis werden. Deshalb müsst ihr rechtzeitig mit den Erzieherinnen besprechen, was ich an diesem Tag zum feiern mitbringe. Hausschuhe Sind super wichtig für mich. Natürlich kann ich auch dicke rutschfeste Socken mitbringen. Kleidung Hier in der Tagesstätte sollte immer genügend Wechselwäsche für mich da sein. Ihr könnt alles in meinen "Kleiderkorb" lagern. Auch im Sommer brauche ich leichte Kleidung, vor allem aber eine Kopfbedeckung. Was aber ganz wichtig ist, sind Gummistiefel, Matschhose und Regenjacke. Zum Schlafen ist ein Schlafsack ideal. Mittagsschlaf Der ist für uns Kleinen ganz wichtig. Deshalb versucht uns doch zwischen 12.30 Uhr und 14.00 Uhr nicht zu stören. Rückmeldung Bekommt ihr eine Brief mit nach Hause an dem unten ein Rückantwortschein hängt, dann gebt diesen auch bitte ganz schnell wieder an die Erzieherin ab, damit sie besser planen kann. Schnuller Auf meine Sachen bitte unbedingt den Namen schreiben, damit nichts verwechselt werden kann. Ein Ersatzschnuller wäre natürlich super! Süßigkeiten Nehme ich lieber keine mit, da die anderen Kinder die nichts dabei haben sonst traurig sind. Außerdem wird bei uns auch mal eine Kleinigkeit genascht, da bekommen dann alle Kinder was ab. Zähne putzen Das machen wir hier alle zusammen denn mit der Zahnpflege muß man schon ganz früh anfangen aber das wisst ihr ja. Zahnputzutensilien gibt es von der Erzieherin. Falls noch irgendeine Frage offen ist, kannst du dich jederzeit an die Erzieherin meiner Gruppe wenden!
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